Nachdem ich im Training starke Fortschritte bemerkte und meine Formkurve in den letzten Wochen stetig anstieg, war ich überzeugt in Graz-Rosenhain eine gute Zeit über 5.000m laufen zu können. Im Normalfall - bei Gesundheit und optimalen äußeren Bedingungen - sollte ich es sogar knapp unter 15 Minuten schaffen. Aufgrund meiner Leistung beim Businessrun in Wr.Neustadt war ich mir sogar ziemlich sicher.

Passend zu meinen Vorhaben standen die steirischen Meisterschaften über 5.000m in Graz am Programm. Einziger Wehrmutstropfen, es stand uns eines der heißesten Wochenenden bevor. Es hatte sich bereits seit Tagen angekündigt, dass die Temperaturen weit über 30 Grad klettern würden. Bereits Mitte der Woche hatten wir über 30 Grad und am Wettkampftag dann der Höhepunkt mit stolzen 35 Grad.
Für die Verantwortlichen des STLV jedoch leider kein Grund die Laufbewerbe, so wie es etwa der ÖLV bei zu großer Hitze macht, nach hinten zu verschieben.
Ich begab mich also auf den Weg nach Graz mit dem Glauben, dass nachdem ja einige Technikbewerbe im Vorfeld verschoben wurden, auch die Laufbewerbe so weit nach hinten verlegt werden, dass man zumindest keiner allzu großen Sonneneinstrahlung mehr ausgesetzt war.
Ein Irrglaube! Die Startzeiten blieben bestehen:
3.000m U16 – Startzeit 16:30Uhr / 5.000m Allgemeine Klasse – Startzeit 16:50Uhr.
Meine Vorsätze eine gute Zeit zu laufen waren also weg und der Frust umso größer.
Stellvertretend für alle anderen Läufer, teilte ich Hannes Riedenbauer mit, dass die Beibehaltung der Startzeiten wohl keine allzu kluge Entscheidung sei. Er selbst als Läufer müsse das doch am besten wissen.
Ein Schulterzucken und die Bitte mich an den Sportwart zu wenden, war seine Antwort.
Gesagt – getan!
Die Antwort des Sportwartes war dann an Kreativität kaum zu überbieten! „Wos wüs’d? Geh bitte! Den einen ist es zu heiß, den anderen zu kalt, der nächste kommt daher weil es ihm zu spät ist. Man kann es sowieso keinem Recht machen.“
Bumm! Ich musste nach dieser Aussage kurz überlegen, ob dieser Herr überhaupt eine Ahnung vom Sport hat? Wie ich aber später feststellen musste hat er das sehr wohl jedoch vorrangig für technische Bewerbe und Sprint. Für die er sich auch richtig ins Zeug geworfen hat. Laufen stellt da, augenscheinlich, eine Randerscheinung dar.

Der Laufbewerb an dem ich dann schließlich teilnahm ist mir nur eine Randbemerkung wert. Vor allem weil ich es, nach dieser Vorgeschichte, so versuche wie der Sportwart zu sehen.
Ich lief, trotz äußerer Umstände, vorne weg ein angenehm hohes Tempo. Doch bereits nach 1.000m, die wir in 3:05/km passierten, bekam ich Schmerzen und ein krampfartiges Gefühl an der Oberschenkelrückseite. Nach knapp 3.000m musste ich leider mit starken Schmerzen aufgeben. Wie sich später herausstellte erlitt ich einen Muskelfaserriss! Der Höhepunkt, passend zum Ablauf.
Foto: Direkt nach dem Start
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Nachdem ich im Vorjahr aufgrund meiner "Unform" passen musste stellte ich mich in diesem Jahr wieder der Herausforderung in Bruck. Auf der anspruchsvollen Strecke bin ich gemeinsam mit Thomas Rossmann vor 2 Jahren bereits eine absolute Top Zeit gelaufen. Wobei ich damals den 2.Platz belegte.
Das ich an diese Leistung, von damals, nicht anknüpfen werde können war mir vor dem Rennen bereits klar. Aber ich bin auf einem guten Weg zur alten Stärke zu gelangen.
Mit etwas müden Beinen aufgrund des doch hoch gehaltenen Trainingsumfangs und immer noch durch die Verkühlung leicht gehandicapt versuchte ich mit Thomas Rossmann das Rennen an der Spitze schnell zu machen. Das funktionierte ganz gut bis wir bei der Brucker Wand angelangt waren. Die Bergaufpassage nach ~1,5km, welche mir überhaupt nicht liegt, lies mich leiden. Thomas Rossmann konnte in diesem Abschnitt einen kleinen Vorsprung herauslaufen den ich trotz aller Bemühungen, im Gegenwind, alleine nicht mehr schließen konnte.
In meinem Windschatten zog ich dabei Robert Merl und Christian Hofer mit mir mit. Auf den letzten 600m kam es dann zu einem richtig knackigen Finish in dem ich gegen Merl und Hofer knapp das nachsehen hatte. Thomas Rossmann siegte ungefährdet in 14:00'.
Meine Endzeit betrug 14:12'(3:05/km) was aufgrund der Bedingungen und der Trainingsphase als sehr gut einzustufen ist.
Im Team Weinhof Rossmann belegten wir (Thomas Rossmann - Joachim Wengschen - Dieter Pratscher) den ersten Platz.

Ergebnisse: www.pentek-timing.at

Veranstalter und Freund Gerhard Aminger hatte mich bereits des öfteren zu seinem Laufevent in Horitschon eingeladen. Terminlich  hatte es leider nie geklappt. Umso erfreulicher ist das es in diesem Jahr funktioniert hat.
Die bereits traditionsreiche Laufveranstaltung im Mittelburgenland führt über anspruchsvolle 5,9 km quer durch das Horitschoner Weinbaugebiet mit Start und Ziel am Dorfplatz.

Ich versuchte von Beginn an ein hohes Tempo zu laufen um den Streckenrekord von 18:45‘ zu knacken. Bereits nach dem ersten Kilometer hatte ich einen großen Vorsprung und war alleine auf weiter Flur. Lediglich mein Freund und Trainingspartner Braco Radelijc (Jahrgang: 1959) konnte den Abstand zu mir etwas geringer halten.
Mit einem Kilometerschnitt von ca. 3:10-3:12/km konnte ich auf dem selektiven Rundkurs ein hohes Tempo laufen und gewann ungefährdet in einer Zeit von 18:21‘ Minuten, mit neuem Streckenrekord, rund zweieinhalb Minuten vor Braco Radelijc (TSV hartberg) und Johann Hirschler.

Für mich persönlich ein guter Test im Hinblick auf die Österreichischen Staatsmeisterschaften über 10.000m am 1.Mai.

Infos und Ergebnisse: http://www.lc-horitschon.at/html/bewerbe.php

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Für einen Rapid Fan (zu denen ich mich ja bekanntlich auch zählen darf!) ein absolutes muss!
Der Rapid Lauf; Laufen - Spenden - Feiern!
Ich war in diesem Jahr das erste mal dabei.
Mein Ziel war es, aus dem Training heraus, ein zügiges Rennen zu absolvieren. Ein Sieg sollte wenn möglich dabei auch herausschauen. Von einer leichten Verkühlung gehandicapt ging ich trotzdem nach ~500m an die Spitze des Feldes und versuchte mein Ding, auf der Wendestrecke, in der Praterhauptallee so gut es ging durchzuziehen! Bereits nach dem ersten Kilometer konnte ich mich von meinen Verfolgern absetzen und lief eigentlich ungefährdet die Allee entlang und retour zum Praterstadion. Die letzten 600m ging es dann, vor dem Zieleinlauf, in einer besonders geilen Atmosphäre durch das Stadion.
Ich siegte, trotz eines kleinen Missgeschicks vor dem Ziel (ich bin leider etwas verfrüht beim ersten Zielbogen stehen geblieben), in der Zeit von 17:30'Minuten. Meine Kilometerzeiten betrugen: 3:04' - 3:02' - 3:09' - 3:09' - 3:03' + 630m in 2:03'
Im Team waren wir mit dem zweitplatzierten Marius Bock und Wolfgang Pucher ebenfalls nicht zu schlagen!
Ein Highlight nach dem Rennen war natürlich auch die Siegerehrung.
Fazit: Cooles Rennen, Geile Stimmung! Das gibt es nicht bei jedem Lauf.

Ergebnisse: www.pentek-timing.at   www.rapidlauf.at

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Eine gute Alternative zum Trainingsalltag stellt die Crosslaufserie am Wiener Cricketplatz dar! Immer wieder gerne komme ich hier her, wo ich auch schon einige Gesamtsiege einfahren konnte. In einem zwei Wochenrhythmus finden im Jänner und Feber die Läufe statt. Zur Auswahl gibt es eine lange Distanz von 9.350m und eine kurze von 3.900m / 5.700m (abwechselnd).
Am 18.01.2015 startete ich meine Laufsaison 2015 mit dem Crosslaufbewerb am Cricketplatz (Langstrecke). Aus dem Training heraus versuchte ich ein schnelles Rennen abzuliefern. Ich setzte mich von Beginn weg an die Spitze des Feldes gefolgt von Marius Bock und Alfred Sungi.
Nach ~4,5km konnte ich mich langsam von den beiden Konkurrenten absetzen und meinen Vorsprung Runde für Runde etwas vergrößern. Ich gewann schließlich den Lauf in einer Zeit von 29:32' vor Marius Bock in 29:46' und Alfred Sungi in 30:14'. Mit dem Rennen konnte ich zufrieden sein und war es, nach dem verkorksten Silvesterlauf, eine erste gute Standortbestimmung für mich.

Am 01.02.2015 lief ich dann einen zweiten Crosslauf am Cricketplatz (Kurzstrecke). Wiederum aus dem Training heraus versuchte ich ein schnelles Rennen abzuliefern diesmal jedoch auf der kurzen Distanz. Etwas gehandicapt durch einen Fersensporn versuchte ich trotzdem von Beginn weg ein hohes Tempo zu laufen. Nach 2 Runden an der Spitze löste mich Roland Fencl vom DSG Wien mit der Tempoarbeit ab. In seinem Windschatten konnte ich, ausgenommen in den engen Kurven wo ich durch meine angeschlagene Ferse immer wieder abreißen lassen musste, gut mithalten und finishte in 12:04' auf der 3,9km langen Distanz, 3 Sekunden hinter Roland. Für mich war der Lauf ein weiterer guter Test im Hinblick auf die bevorstehenden Wettkämpfe in der Halle über 3.000m und im Crosslauf (Steirische und Österreichische Meisterschaften).

Ergebnisse: www.wlv.or.at

 

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