Der erste Monat des Jahres wäre geschafft!
Ehrlich gesagt war es schon lange nicht mehr so angenehm im Winter zu trainieren. Grund dafür ist einerseits sicher die relativ kurze Kälteperiode und andererseits die überdurchschnittlich milden Temperaturen. In der letzten Jänner Woche war ich 3-mal in kurzen Hosen laufen. Könnte mich nicht erinnern das ich das schon mal gemacht habe zu dieser Jahreszeit.

Das Training selbst läuft sehr gut. Die Achillessehne zwickt zwar hin und wieder nach den schnelleren Einheiten aber mit den Alternativtrainingseinheiten am Rad schaffe ich es ganz gut die Sehne zu entlasten.  
Im Vergleich zum letzten Jahr bin ich doch um einiges weiter.
Die Tempodauerläufe rollen gut bei 3:30 – 3:20‘/km. Auch die Tempoläufe (500m/1.000m/2.000m) waren zwischen 3:10-3:00‘/km für meine Verhältnisse ganz passabel.
Insgesamt bin ich im Jänner 545km gelaufen und habe zusätzlich 16 Stunden am Rad verbracht!
Alles in allem darf ich bis jetzt zufrieden sein.
Wenn ich die Grippewelle jetzt auch noch unbeschadet überstehe dann Blicke ich doch recht positiv in die nahe sportliche Zukunft.
Mitte Februar werde ich dann der Heimat entfliehen und in  Mallorca versuchen den Grundstein für ein gutes Frühjahr zu legen.

Vorher heißt es aber noch einmal Gas geben. Am Samstag den 06.02. werde ich beim ASVÖ Vienna Indoor über 3.000m an den Start gehen. Im Vorjahr lief ich aus dem Training heraus eine 8:55‘. Ohne spezielle Vorbereitung und ebenfalls aus dem Training heraus erwarte ich mir in diesem Jahr aber doch eine etwas schnellere Zeit. Mal schauen was möglich ist.
Ich werde in nächster Zeit auch wieder versuchen mein Training, regelmäßig, online zu stellen. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen was interessantes dabei ;-)

Langsam aber sicher komme ich nun auch wieder auf „touren“. Wenn man das so sagen kann ;-) Die letzten beiden Wochen ging es spürbar aufwärts und meine Knieprobleme hab ich auch in den Griff bekommen. Nur meine rechte Achillessehne (Fersensporn) zwickt noch hin und wieder und veranlasst mich auch des Öfteren  ein Training abzuändern.
Am Samstag den 21.11.2015 startete ich für die gute Sache und für das Team Sports For Hope beim 2. Rauchwarter Movember Run über die 5km Distanz. Auf der sehr anspruchsvollen Strecke absolvierte ich einen guten Tempolauf, aus dem Training heraus, und konnte schließlich in 17:30‘, ungefährdet, vor Michi Wagner (20:20‘) gewinnen.
Aber wie schon erwähnt, es ging nicht nur ums sportliche sondern auch darum Spenden zu sammeln. Ich hoffe dass ich mit meiner Teilnahme auch etwas dazu beitragen konnte.
Nach einer Erholungswoche stand diese Woche (KW 47) wieder eine Belastungswoche am Programm mit Gesamt ~145km. Die Einheit am Samstag, im Zuge des Movember Runs, gestaltete ich folgendermaßen: Dl-1 10km in ~4:25/km + 5km TL in 17:30‘ + Dl-1 6km in ~4:30/km = Gesamt 21km.
In den nächsten Wochen geht es in einer ähnlichen Tonart weiter.
Meine nächsten geplanten Wettbewerbe sind der Mödlinger Altstadt-Adventlauf am 29.11.2015 und der Neusiedler Adventlauf am 13.12.2015.
www.sportsforhope.at

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Nach den Halbmarathonstaatsmeisterschaften am Wörthersee, wo ich ja mit Platz 5 ein zufriedenstellendes Ergebnis, mit einer für die Strecke ansprechenden Zeit (1:09:20h), einfahren konnte, stand wieder der übliche Trainingsalltag am Programm.
Ich absolvierte einen 4-wöchigen Block mit folgenden Kilometerumfängen:
153km – 191km – 193km – 160km
Darin fanden sich auch qualitativ hochwertige Trainings die folgendermaßen aussahen:
Dl-1 12km, 6x1km in ~3:03‘ P:2‘, 4km TL 3:23/km, auslaufen oder
Dl-1 10km, 3x2km in ~6:15‘ P:3‘, 4km TL 3:25/km, auslaufen oder
Dl-1 12km – TDL 8km in 3:17/km – Dl-1 6km
Alles in allem verlief das Training sehr gut, ohne Zwischenfälle (Verletzung oder Krankheit) und darf ich nun Zuversichtlich auf die noch bevorstehenden Aufgaben wie die Österreichischen Meisterschaften über 10km (Straße) in Amstetten am 26.09. und den Graz Marathon am 11.10. blicken.

Alle Jahre wieder beginnt die Quälerei und Schinderei des Trainings im Herbst aufs Neue bei mir!
Im letzten Jahr war es schon ein sehr zäher Wiedereinstieg in den Trainingsalltag und heuer schaut es nicht wirklich anders aus. Kaum waren die Wehwechen vom Saisonende (Muskelzerrung im Oberschenkel) überwunden kamen auch schon die nächsten hinzu! Die Fersenprobleme (Fersensporn) die mich schon ganzes letztes Jahr begleitet haben bekomme ich leider überhaupt nicht in den Griff. Leider ist jetzt auch noch mein rechtes Knie beleidigt. Wobei das eher von den Kilometerumfängen kommt die jetzt wieder sukzessive ansteigen.
Tja, ich werde anscheinend auch nicht jünger. ;-)
Knapp 3 Wochen Training hab ich jetzt hinter mich gebracht. Viele ruhige Dauerläufe, extensive 1.000m Läufe (3:20/km) und einiges an Koordination. Viel Schnelles und v.a. Intensives  war nicht dabei!
Als Abschluss meines ersten 3-wöchigen Trainingsblocks (130 – 140 - 150 Wochenkilometer) startete ich am 08.11.2015 aus dem Training heraus beim Ternitzer Stadtlauf, der u.a. von meinen langjährigen Freunden Thomas & Patrick Koglbauer (Nurmis Ternitz) veranstaltet wird, über die kürzere 5km Distanz. Die Erwartungshaltung war, nach der Pause und der Jahreszeit entsprechend, eher bescheiden und so absolvierte ich die 5km im Zuge eines Trainings.
Dl-1 10km in ~4:15/km + 5km TL in 16:04‘ + Dl-1 6km in ~4:25/km = Gesamt 21km.
Damit war ich sehr zufrieden. Im Training, alleine, wäre ich die 5km nie und nimmer so schnell gelaufen. Im Endeffekt bedeutete das Platz 2 ca.10 Sekunden hinter Christian Kresnik (LTV Köflach). Auf ein Duell auf dem letzten Kilometer ließ ich mich nicht ein.
Die Veranstaltung, die es schon seit Jahrzehnten gibt, ist generell zu empfehlen!! Ein schöner und v.a. schneller Stadtrundkurs und eine tolle Stimmung lassen das Läuferherz höher schlagen. Das nächste mal bin ich wieder dabei! Dann vielleicht vor der Saisonpause ;-)

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Nachdem ich jetzt mittlerweile doch ein paar Jahre Ausdauersport hinter mir habe und dabei, wie ich glaube, national sehr gute Leistungen erbringen konnte, musste ich mich einmal fragen wie sich Sportler die gerade einmal ein bis zwei Jahre im Geschäft sind, sich für ein internationales Großereignis (EM, WM etc.) qualifizieren können.

Nachfolgend ein paar Gedanken  zu dieser Situation. Keinesfalls jedoch möchte ich damit jemanden anfeinden auch wenn das mit großer Sicherheit der Fall sein wird. Es sind ausschließlich meine Gedanken und wie ich denke und ihr nachfolgend lesen werdet, liege ich damit nicht ganz so falsch!

LAUFSPORT
In  meinem Sport, dem Langstreckenlauf,  ist es eigentlich ganz simpel.
Bei Internationalen Meisterschaften (WM, EM, Olympia) gibt es Qualifikations-Normen (siehe ÖLV: http://www.oelv.at/static/verband/sport/limits2015.pdf ). Läuft man ein vorgegebenes Limit, welches für die diesjährige WM im Marathonlauf 2:15 Stunden beträgt oder über 10.000m 27:45 Minuten, darf man an der Weltmeisterschaft teilnehmen.  Die Kosten für die Reise, wie in diesem Jahr nach Peking, die Einkleidung etc.  übernimmt meines Wissens der Verband. Was bei einer erfolgreichen Qualifikation ja auch mehr als verdient ist.

Anzumerken ist, dass es auf nationaler Ebene auch Limits für die Teilnahme an Österreichischen Meisterschaften gibt.  Dies betrifft v. a. die Stadionleichtathletik  (siehe ÖLV:http://www.oelv.at/static/verband/sport/limits2015outdoor.pdf )  


TRIATHLON
Beim Triathlon ist es grundsätzlich ähnlich, wenngleich die Qualifikation natürlich nicht über ein Zeitlimit erfolgen kann. Hier heißt es, will man sich für ein internationales Großereignis, wie etwa Olympia in Rio, qualifizieren muss man in der ITU Triathlon World Serie (mehrere Bewerbe in verschiedenen Ländern) so viel Punkte wie möglich holen um in dem World Ranking so weit wie möglich oben zu stehen um eben für die Quali in Frage zu kommen. Ich hoffe das stimmt so? Diese Qualifikation ist sehr hart und ohne professionelles Training – wie auch im Laufsport – nahezu unmöglich.
Bei den Herren sind das in Österreich aktuell beispielsweise Lukas Hollaus, Andreas Giglmayer und Alois Knabl. (Bitte verzeiht, sollte ich einen der Top-Athleten,  die jetzt noch in Frage kommen nicht genannt haben).
Von meiner Seite – nämlich der Läuferseite ;-) -  ist noch anzumerken, dass die drei, aufgrund ihrer Laufstärke, auch jederzeit eine Österreichische Meisterschaft (Crosslauf, 10km oder Halbmarathon) gewinnen könnten.

Ähnlich schaut das auch bei der Qualifikation für eine Langdistanz, wie etwa Hawaii aus. Entweder man qualifiziert sich über eine ausgewählte Rennserie oder über das Pro-Ranking.

Alles in allem ziemlich heavy,  beinhartes Training und Disziplin wird abverlangt. Die meisten Athleten, egal ob Laufsport oder Triathlon, sind Profis bzw. werden vom Bundesheer unterstützt. Anders wäre dieses Trainingspensum, welches von Erfordernis ist, um sich für eines dieser Großereignisse zu empfehlen, nicht durchführbar.

Doch was hat es nun auf sich, das trotz dieser harten Vorgaben und Limits, sich immer mehr Athleten für internationale Meisterschaften qualifizieren?

Dafür gibt es einen Namen:


AGE -GROUP
Gemacht für Personen, die mit relativ hohen Selbstkosten (Gewand, Anmeldegebühr, Nächtigung etc.) bei einer „sogenannten WM“ oder „EM“ teilnehmen können. Ähnlich sieht es bei den Ultra-Langstreckenlauf-Bewerben von EM oder WM aus. Die Qualifikation ist eigentlich relativ einfach und fast für jeden realisierbar. Ziel der jeweiligen Veranstalter ist es meiner Meinung nach, so viele Leute wie möglich zum Teilnehmen zu mobilisieren.

Grundsätzlich alles kein Problem! Jeder der seinen Sport liebt und erfolgreich als Hobby ausübt soll dies auch machen,  soll Freude und Spaß daran haben an einem Age-Group Großereignis an der Startlinie stehen.


Nur, leider Gottes  - und das ist eben das schlimme an dem Ganzen - verkaufen die Teilnehmer der eben genannten Veranstaltungen ihre Leistungen bzw. auch schon die Qualifikation dafür ähnlich wie einen Weltmeistertitel , ohne sich dabei zu genieren.
Von den Sponsoren die sie dadurch an Land ziehen gar nicht zu reden.
Leider bleiben die auf der Strecke, die sich wirklich die Sponsoren verdienen würden, jene die wirklich Höchstleistungen bringen. Weiter möchte ich dabei gar nicht mehr ins Detail gehen, das Ganze ist selbsterklärend.

Ich persönlich kann mittlerweile, obwohl ich mich auch schon geärgert habe, darüber schon lachen.
Es ist nur so das hier jeder ehrliche und gute Leistungssportler kräftigst auf den Arm genommen wird.

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