Lange! Sehr lange hat sich nichts getan auf meiner Seite.
Dafür hat sich bei mir, zumindest aus sportlicher Sicht, einiges getan!
Was natürlich durchaus erfreulich ist.

Nach der neuerlichen Verletzung (Stressfraktur) und 2-monatiger Krückenzeit letztes Jahr im November war ich schon stark am Überlegen die Laufschuhe an den Nagel zu hängen.

Langsam begann ich mit einem konditionellen Wiederaufbau. Vorrangig am Rad und das natürlich Indoor. Ende Februar machte ich dann die ersten Outdoor-Einheiten bevor es im März nach Mallorca zum Radtraining ging.
Am Rad lief es wirklich schon sehr gut und ich überlegte auch an Marathons und Bergrennen zu starten. Was ich aber bis auf ein Bergrennen in Kindberg, aus Sicherheitsgründen, sein ließ!

Am 13.April war es dann aber so weit. Das erste Lauftraining seit einer gefühlten halben Ewigkeit. 5km in 23 Minuten. Naja für den Beginn war das ganz ok.
Wichtig war und ist mir nach wie vor; das Bein langsam an die Belastungen zu gewöhnen um nicht wieder vor einer derartigen Verletzung zu stehen. Eine neuerliche, ähnliche Verletzung würde mit Sicherheit das Karriereende bedeuten.

Ab der ersten Laufeinheit steigerte ich das Pensum um 2,5 bis 3 Kilometer pro Woche. Mittlerweile laufe ich über 60 Wochenkilometer. Natürlich kein Vergleich zu früheren Zeiten wo ich wöchentlich 140-160Kilometer abspulte. Aber für mich ist das doch sehr erfreulich.
Ich hoffe natürlich dass es so weiterläuft dann kann ich mir durchaus vorstellen dass es im November/Dezember ein Wettkampf-Comeback gibt.  

In diesem Sinne

Keep on Running

 Ich war richtig motiviert und wollte es noch einmal wissen, noch einmal alles aus mir rausholen …

Bestleistungen aufstellen, mich mit Gegnern (viele davon sind im Laufe der Jahre zu Freunden geworden) messen, kämpfen und  das Lactat spüren!
Einfach genau das zu tun, womit ich seit 1998 den Großteil meiner Freizeit verbracht habe, „Laufen“, ganz nach dem Motto:

„Das Wunder ist nicht, dass ich ins Ziel gekommen bin. Das Wunder ist, dass ich den Mut hatte, loszulaufen.“ (Zitat: John Bingham)


Die Weichen waren gestellt und auch die Achillessehne ist dank der großartigen Unterstützung von Dr. Barbara Schwab-Johnke – 1000 Dank an Barbara – wieder zu 100% in Ordnung und voll belastbar.


Die ersten Laufeinheiten verliefen sehr vielversprechend. Nach nur wenigen Einheiten, in Kombination mit Radfahren, hatte ich beim lockeren Dauerlauf bereits ein Tempo von  4:40/km erreicht.

Doch plötzlich, wie aus dem nichts, bekam ich heftige Schmerzen im Sprunggelenk. Die Schmerzen, begleitet von einer massiven Schwellung, wurden leider teilweise unerträglich!
Am 10.11. begab ich mich dann zu einer MRT-Untersuchung ins Krankenhaus Oberwart.
Das Ergebnis war ziemlich niederschmetternd!
„Stressfraktur im Bereich des Sprunggelenks!
4-6 Wochen Krücken sowie mindestens 6 -8 Wochen absolute Ruhe.
Ob noch dazu ein Knorpelschaden vorliegt, wird sich erst nach dem nächsten MRT in ca. 3 Monaten zeigen.

Wenn es (nicht) läuft dann läuft es eben (nicht). Ganz besonders in diesem Jahr!
Bei der Fraktur selbst handelt es sich nicht nur um einen kleinen Haarriss sondern um einen markanten Riss am Knochen. Im Endeffekt ist es laut den Ärzten ein Knochenbruch.

Laufen war mehr als nur Rekorde aufzustellen, Medaillen und Titel zu holen, es war der perfekte Ausgleich zum Alltag und zugleich auch eine Art Medizin für mich.
Laufen als Leistungssport, war eine immer wiederkehrende Gratwanderung, die es erforderte seine Grenzen auszuloten. Vielleicht war es genau das, was mich in den letzten 18 Jahren so an diesen Sport fesselte und mich faszinierte.

Wie es jetzt weiter geht mit dem Laufsport und ob es überhaupt weitergeht, weiß ich ehrlich gesagt im Moment noch nicht.  Mit einer Verletzung abzutreten war natürlich nicht geplant. Aber es kommt eh immer so wie es kommen muss.
Ich den nächsten Tagen,  Wochen und Monaten hab ich Zeit, sehr viel Zeit sogar um eine für mich richtige Entscheidung zu treffen.

„Was dich als Läufer definiert ist nicht, wie schnell du bist oder wie viele Meilen du laufen kannst. Was dich als Läufer definiert ist, dass du deine Schuhe schnürst, aus der Tür gehst und läufst.“ (Zitat: unbekannt)

Da stand ich also am Start meines ersten Radrennens. Nicht weniger nervös wie vor dem Start bei einem Laufbewerb.
Nachdem ich keine Lizenz hatte startete ich natürlich im Hobbyrennen. Was aber nicht heißen soll das bei den Hobbyfahrern keine starken Leute fahren.
Etwas übermotiviert kletterte ich mit meinem Rad die ersten 4,5km bis zur Ringwarte hoch. Leider viel zu schnell wie sich bald herausstellen sollte.
Danach ging ich so richtig „blau“ und musste bis ins Ziel bitterböse Leiden.
Die Führung im Rennen gab ich kurz vor der halbzeit durch diesen Fehler an Johannes Sommer ab und verlor auf ihn bis ins Ziel ~eine  Minute.
Dennoch durfte ich mit Platz 2 (Gesamt 5.) und einer Zeit von 45:01‘ mehr als zufrieden sein.

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Nach den ersten Radrennerfahrungen beim Masenbergrennen wollte ich es eine Woche später natürlich um einiges besser machen. Vor allem in punkto Krafteinteilung.
Leider kommt es meistens dann aber immer anders
Nach einem äußerst schlechten Start musste ich meine Vorhaben, es ruhiger anzugehen, bereits begraben. Um nicht noch weiter zurückzufallen musste ich zu Beginn des Rennens bereits ziemlich in die Pedale treten!!
Ein Umstand der sich spät, aber irgendwann doch bemerkbar machte. Nämlich am letzten Kilometer. Bis dahin hatte ich einen guten Rhythmus gefunden und war eigentlich ständig am überholen. Zwischenzeitlich schon auf Rang 4 gelegen musste ich gegen Ende des Rennens etwas einbüßen. Ich finishte schließlich auf Gesamtrang 7 mit einer Zeit von 24:33‘.
Meine Zielzeit von Sub 24‘ verfehlte ich um eine halbe Minute. Die Leistung an und für sich war jedoch durchaus in Ordnung.
Das Rennen gewann übrigens ein alter Bekannter aus früheren Tagen Alex Lackinger.
http://www.hocheckbergrennen.at/ergebnisse-2016/

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Mittlerweile plage ich mich seit einer - gefühlten - halben Ewigkeit mit Beschwerden an der rechten Ferse-Achillessehne herum.
Diverse Übungen, Bandagen, Salben, etc. halfen irgendwann nicht mehr.
Sogar an meinem Laufstil feilte ich herum um überhaupt Laufen zu können.
Nur irgendwann fragt man sich halt schon warum soll ich mir das eigentlich antun........
Mein Halbmarathon in Kärnten in 1:09h auf schwieriger Strecke, eine 10km Bestzeit von 31:01' gegen Ende des Vorjahres und vor kurzem wieder ein 10km Lauf in 31:50', hört sich ja grundsätzlich nicht schlecht an. Aber immer mit den selben Problemen! Die Tage nach den Rennen konnte ich oftmals gar nicht richtig gehen!!!
Das kann und darf es nun aber wirklich nicht sein! Das war ehrlich gesagt auch nicht wirklich klug von mir.
Am Dienstag hatte ich dann ein MRT in Liesing und am Donnerstag meinen ersten Termin bei Frau Dr.Schwab-Jonke in Mödling.
Die Diagnose war niederschmetternd!
Ich vermutete eigentlich ständig eine Entzündung des Schleimbeutels als Ursache für meine Probleme. Nur das war es nicht.
DIAGNOSE: Ein Riss der Achillessehne sowie ein Knochenmarksödem!!!

Was heißt das jetzt genau?
Erst einmal PAUSE! Kein Lauftraining, Kein Radtraining, maximal Schwimmen oder Aqua Joggen!
Wie lange hängt vom Verlauf der Heilung ab.
Wie die Therapie aussehen wird werde ich in den kommenden Tag mit Frau Dr.Schwab-Jonke abklären.

Wie und ob es dann weitergeht - kann ich derzeit nicht sagen!
2 Monate ohne richtigen Ausdauersport (Laufen/Radfahren) werden wohl sehr hart werden.
Ob nach dieser Pause ein wiedereinstieg in den Trainingsalltag möglich ist bzw. ob überhaupt ein leistungsorientiertes Training durchführbar ist wird sich zeigen.
Ich werde nichts unversucht lassen.
Momentan heißt es halt Therapie bei Frau Dr.Schwab-Jonke und ich darf mit einem Aircastwalker zumindest gehen.

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