Ich war richtig motiviert und wollte es noch einmal wissen, noch einmal alles aus mir rausholen …

Bestleistungen aufstellen, mich mit Gegnern (viele davon sind im Laufe der Jahre zu Freunden geworden) messen, kämpfen und  das Lactat spüren!
Einfach genau das zu tun, womit ich seit 1998 den Großteil meiner Freizeit verbracht habe, „Laufen“, ganz nach dem Motto:

„Das Wunder ist nicht, dass ich ins Ziel gekommen bin. Das Wunder ist, dass ich den Mut hatte, loszulaufen.“ (Zitat: John Bingham)


Die Weichen waren gestellt und auch die Achillessehne ist dank der großartigen Unterstützung von Dr. Barbara Schwab-Johnke – 1000 Dank an Barbara – wieder zu 100% in Ordnung und voll belastbar.


Die ersten Laufeinheiten verliefen sehr vielversprechend. Nach nur wenigen Einheiten, in Kombination mit Radfahren, hatte ich beim lockeren Dauerlauf bereits ein Tempo von  4:40/km erreicht.

Doch plötzlich, wie aus dem nichts, bekam ich heftige Schmerzen im Sprunggelenk. Die Schmerzen, begleitet von einer massiven Schwellung, wurden leider teilweise unerträglich!
Am 10.11. begab ich mich dann zu einer MRT-Untersuchung ins Krankenhaus Oberwart.
Das Ergebnis war ziemlich niederschmetternd!
„Stressfraktur im Bereich des Sprunggelenks!
4-6 Wochen Krücken sowie mindestens 6 -8 Wochen absolute Ruhe.
Ob noch dazu ein Knorpelschaden vorliegt, wird sich erst nach dem nächsten MRT in ca. 3 Monaten zeigen.

Wenn es (nicht) läuft dann läuft es eben (nicht). Ganz besonders in diesem Jahr!
Bei der Fraktur selbst handelt es sich nicht nur um einen kleinen Haarriss sondern um einen markanten Riss am Knochen. Im Endeffekt ist es laut den Ärzten ein Knochenbruch.

Laufen war mehr als nur Rekorde aufzustellen, Medaillen und Titel zu holen, es war der perfekte Ausgleich zum Alltag und zugleich auch eine Art Medizin für mich.
Laufen als Leistungssport, war eine immer wiederkehrende Gratwanderung, die es erforderte seine Grenzen auszuloten. Vielleicht war es genau das, was mich in den letzten 18 Jahren so an diesen Sport fesselte und mich faszinierte.

Wie es jetzt weiter geht mit dem Laufsport und ob es überhaupt weitergeht, weiß ich ehrlich gesagt im Moment noch nicht.  Mit einer Verletzung abzutreten war natürlich nicht geplant. Aber es kommt eh immer so wie es kommen muss.
Ich den nächsten Tagen,  Wochen und Monaten hab ich Zeit, sehr viel Zeit sogar um eine für mich richtige Entscheidung zu treffen.

„Was dich als Läufer definiert ist nicht, wie schnell du bist oder wie viele Meilen du laufen kannst. Was dich als Läufer definiert ist, dass du deine Schuhe schnürst, aus der Tür gehst und läufst.“ (Zitat: unbekannt)

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