Mit hohen Erwartungen war ich nach Salzburg zu den Österreichischen Meisterschaften im Marathon gereist. Mein Ziel war es eine Zeit im Bereich von 2:25-2:26h zu laufen, was angesichts der Trainings auch durchaus realistisch erschien.
Ich begann, aufgrund des nass-kalten Wetters, zurückhaltend in 3:32/km und steigerte zusehends auf 3:27/km um die Muskeln auf Betriebstemperatur zu bringen. Ich war am Weg auf einer gute 1:13er Durchgangszeit beim Halbmarathon.
Doch bereits nach 14 / 15km spürte ich mehrmals ein stechen im Oberschenkel.
Eigentlich ziemlich ungewöhnlich so früh muskuläre Probleme zu bekommen. Ich versuchte etwas Tempo rauszunehmen um so die Probleme zu lindern. Doch ich hatte keine Chance. Bereits zur Hälfte des Rennens, die ich mit 1:14h - weit über meinen Erwartungen - absolvierte, hatte ich mit Krämpfen zu kämpfen und musste schweren Herzens nach ~23km das Rennen beenden.
Im ersten Moment war die Enttäuschung natürlich sehr groß! Erklärung für die Momentane Pechsträhne hab ich nicht wirklich.
Nüchtern betrachtet war das Frühjahr schlichtweg eine Katastrophe! Nach dem Sieg bei den Steirischen Meisterschaften im Crosslauf folgten zwei Aufgaben und ein desaströser Lauf bei den ÖM über 10km. 
Für mich heißt jetzt erstmals gut erholen (Physisch und Psychisch) und dann werde ich über meine sportliche Zukunft weiterentscheiden!

Ergebnisse: www.oelv.at und www.pentek-timing.at

 

 

Nachdem ich das DNF bei den Crosslauf Staatsmeisterschaften gut verdaut hatte brachte ich mich mit einigen guten Trainings wieder auf Vordermann! Die Dauerläufe verliefen gut und auch die intensiven Trainings (u.a. Dl-1 12km mit darauffolgenden 8x1km in 3:04‘) gaben Hoffnung auf starke Zeiten bei den nächsten Bewerben.
Einer dieser Bewerbe fand am 30.03. 2014 in Kremsmünster statt. Bei den Meisterschaften über 10km auf der Straße war ein hochkarätiges Feld am Start. Mit Günther Weidlinger, Valentin Pfeil, Christian Steinhammer und auch Stephan Listabarth waren viele Spitzenathleten an der Startlinie die für den Titel in Frage kamen. Auch ich rechnete mir gute Chancen auf eine top Platzierung bzw. eine Medaille aus.
Das Rennen begann recht flott mit knapp unter 3:00‘ am ersten Kilometer. Ich befand mich knapp hinter der Spitzengruppe und versuchte am zweiten Kilometer aufzuschließen.
Doch bereits nach 1,5km hatte ich das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen. Es ging immer schwieriger voran und irgendwann kommt dann, bekannterweise, auch die Psyche ins Spiel. Nach der Hälfte des Rennens hätte ich meine Koffer am liebsten bereits gepackt und mich in Richtung Heimat begeben. Doch diesmal musste ich für unser Team die Zähne zusammenbeißen!!
Ich lief das Ding dann in 32:45‘ am 13.Platz zu Ende. Meine Ansprüche liegen ganz klar wo anders. Die Trainings haben eigentlich auch gezeigt wo ich mich bewegen müsste aber irgendwie ist momentan Sand im Getriebe!
In der Mannschaftswertung gab es immerhin zur Belohnung Platz 2.

 Ergebnisse: www.oelv.at und www.pentek-timing.at

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 Bei toller Kulisse am Gelände des Bundesgestütes Piber (Stmk.) veranstalte der LTV BAWAG PSK Köflach die steirischen Crosslaufmeisterschaften 2014. Auf einem für die Zuseher sehr übersichtlichen Rundkurs, mit 2 heftigen Anstiegen und zahlreichen Kurven sehr anspruchvollen Crosslaufstrecke, gab es packende Titelkämpfe.
Ich hatte, nach 2012 in St.Michael, zum zweiten mal die Möglichkeit mir den Steirischen Meistertitel auf der Männer Langstrecke zu sichern. Es waren 9,6km (8 Runden) zu absolvieren. Aufgrund der Konkurrenz, u.a. mit Robert Gruber und Markus Sostaric, und einer Streckenführung – die mir nicht unbedingt auf den Leib geschneidert ist (siehe ÖM Enns 2012) – ging ich mit viel Respekt ins Rennen.
Nach einem ersten Abtasten in den ersten eineinhalb Runden verschärfte ich das Tempo und konnte mich dadurch, zu meiner Überraschung, ziemlich früh (Eingangs der 3.Runde) von meinen Verfolgern absetzen. Ab diesen Zeitpunkt kontrollierte ich das Rennen an der Spitze, ohne voll ans Limit zu gehen, was bei der Strecke ja nicht ganz einfach war. Den Vorsprung den ich mir zwischen Runde 3 und 5 herauslaufen konnte hielt ich konstant bis ins Ziel sodass ich meinen 2. Steirischen Crosslauf Meistertitel, vor Clubkollegen Robert Gruber einfahren konnte.
Mit dieser Leistung bin ich natürlich sehr zufrieden und es zeigt mir auch dass das gute Gefühl im Training, in den letzten Wochen, nicht von irgendwo kam.
Ob ich in dieser Verfassung auch bei den Staatsmeisterschaften in 2 Wochen ein ähnlich gutes Rennen abliefern kann wird sich zeigen. Ich bin jedenfalls gerüstet.
Berichte und Ergebnisse: http://www.stlv.at/
Foto (c) LTV Köflach

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Mit keinen allzu guten Gefühlen stand ich in Maria Elend (Kärnten) an der Startlinie zu den Österreichischen Meisterschaften im Crosslauf auf der Langdistanz. Eine Verkühlung hatte mich in den letzten Tagen doch relativ stark beeinträchtigt.
Ich versuchte es trotzdem! Schließlich ging es nicht nur um eine gute Einzelplatzierung sondern auch um den Mannschafts-Staatsmeistertitel mit meinem Team (Kolland Top Sport).
Bereits nach einer Runde verspürte ich dass meine Beine heute, auf dem selektiven Rundkurs, nicht genug Kraft haben um eine absolute Top-Leistung abzurufen. Eine Runde später entschied ich mich das Rennen vorzeitig zu beenden.

 

Nach 3 Siegen in Folge beim größten Silvesterlauf Österreichs - in diesem Jahr waren 4.100 Teilnehmer mit dabei - war ein Start, trotz Verkühlung und einer sehr bescheidenen Laufform, nahezu verpflichtend.
„Das beste aus meiner Situation machen“ war mein Ziel für das Rennen. Was auch immer am Ende rausschauen mag.
Der Startschuss fiel kurz nach 11.00Uhr wo bei leichtem Regen über 4.000 Läufer auf die Ringstraße geschickt wurden.
Ich positionierte mich sofort in der Spitzengruppe mit dem Deutschen Florian Reichert, Mario Bauernfeind und Lukas Hassler. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnte ich nicht, von Beginn an, ein hohes Tempo laufen. Die eineinhalb monatige Laufpause aufgrund der Zahnentzündung und die Verkühlung der letzten Tage hatten doch deutlichere Spuren hinterlassen als von mir angenommen. Nach ~2km zog Florian Reichert das Tempo an und ich versuchte so gut es ging zu Folgen. Bis Kilometer 3,5 geling mir das auch. Dann musste ich Florian ziehen lassen.
Ab diesen Zeitpunkt schleppte ich mich förmlich mit schweren Beinen in Richtung Ziel. So sehr ich auch versuchte auf den letzten Metern nochmal zuzusetzen, es war nicht möglich!
So musste ich mich, mit einem Rückstand von 18 Sekunden auf den Sieger, mit Platz 2 begnügen.
Für die 5,4km um den Ring benötigte ich 16:55‘ Minuten. Angesichts der Umstände nicht so schlecht bedeutet die Zeit aber dennoch die langsamste von mir gelaufene am Ring.
Mit der Wiener Silvesterlaufbilanz bin ich aber dennoch zufrieden; 3 x Platz 1 – 3 x Platz 2 und 1x Platz 3.
Den Lesern meiner Seite wünsche ich einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr 2014!!!

Vollständige Ergebnisse:
www.pentek-timing.at