Nach meinem Erfolg beim Schilcherlauf gönnte ich den „angeschlagenen“ Beinen etwas Ruhe. Ich wollte die letzten Wochen vor dem Graz Marathon noch einmal richtig Kilometer machen und eine ordentliche Trainingsqualität beibehalten.
Mit der Entwicklung in diesen 3 Wochen war ich mehr als nur zufrieden.
Die Testläufe im Marathontempo verliefen trotz des hohen Kilometerumfangs leichter als ich es mir, vor allem nach dem Rennen in Stainz, vorgestellt hatte.
Doch dann bekam ich ~zweieinhalb Wochen vor dem Graz Marathon einen richtigen Dämpfer!
Ich hatte unerklärlicher Weise richtig starke Schmerzen bei einem Backenzahn im Oberkiefer. Nachdem dann auch noch der behandelnde Zahnarzt die ganze Situation nicht richtig einschätzte und fälschlicherweise meinte ich hätte nur eine Zahnfleischentzündung wurde es bald unerträglich für mich! Erst ein Zahnarztwechsel konnte mir weiterhelfen. Aber nach einer Wurzelbehandlung und reichlich Antibiotika war der Graz Marathon für mich leider nicht mehr möglich.
Schade dass die Saison die gut begonnen hatte so zu Ende gehen muss.

Mit etwas gemischten Gefühlen stand ich an der Startlinie des 24.Stainzer Schilcherlauf Halbmarathons. Dabei bereiteten mir nicht etwa das warme Wetter oder die anspruchsvolle Strecke Kopfzerbrechen. Nein, mein körperlicher Zustand war an diesem Tag alles andere als Top. Die ganze Woche hatte ich schon mit körperlichen Problemen zu kämpfen. In den Tagen vor einem wichtigen Wettbewerb sollte ich eigentlich gut regenerieren. Das gelang mir aufgrund von Magenproblemen und immer wiederkehrenden Muskelschmerzen nicht wirklich.
Nichts desto trotz einen Start bei den Steirischen Halbmarathonmeisterschaften wollte ich mir nicht nehmen lassen. „Also locker bleiben und laufen lassen“, dachte ich mir, "wird schon irgendwie gehen".
In der 1. Runde versuchte ich dieses Motto auch umzusetzen. Nach einem mäßig schnellen Beginn wurde ich leider zu früh ungeduldig und hab meiner Meinung nach etwas überhastet, beim Bergabstück, die Lücke auf den führenden Andi Ringhofer geschlossen.
Diese Aktion sollte sich auch bitter rächen denn bereits wenige Meter nach der ersten Runde spürte ich dass es überhaupt nicht läuft. Auf den Bergaufpassagen verlor ich immer wieder den Anschluss und ich konnte die immer wieder entstehende Lücke auf Andi Ringhofer nur mit viel Mühe und hohem Aufwand auf den Bergabstücken schließen.
Die 3. Runde war dann lauftechnisch eine reine Katastrophe! Ich hatte überhaupt keinen Laufrhythmus, keine Kraft in den Beinen, der Magen meldete sich auch kräftig zu Wort und da war es auch keine Überraschung dass ich aufgrund dessen mehrmals am überlegen war das Rennen vorzeitig zu beenden. Irgendwie hielt ich mich aber im Rennen und versuchte trotz allem das Bestmögliche rauszuholen.
Leider erging es zu diesem Zeitpunkt auch dem Andi Ringhofer nicht gut, unser Tempo wurde aufgrunddessen immer langsamer, und so kam es wie es kommen musste, wir wurden „eingeholt“! Ein an diesem Tag überragend laufender Herman Peindl (mein Vereinskollege) lief entfesselt an uns vorbei und übernahm noch vor der letzten Runde das Kommando.
Auch hier musste ich die Zähne zusammenbeißen um die kaum vorhandenen Kräfte zu mobilisieren und mich an Hermanns Fersen zu heften. Eingangs der letzten Runde waren wir dann (Hermann Peindl und ich) alleine vorneweg.
Auch in der letzten von 4 Runden war ich nochmals gefordert alles zu geben vor allem auf der Bergpassage wo ich immer leicht zurückfiel. Ich kämpfte mich aber ein letztes Mal zurück und mit dem Wissen dass es nur mehr 2 Kilometer bis ins Ziel sind kam dann doch noch die Entschlossenheit. Auf dem letzten Kilometer, den ich in 3:01’ absolvierte, konnte ich mich dann entscheidend von Hermann Peindl absetzen und mir in einer Endzeit von 1:11:45h meinen ersten Steirischen Halbmarathon Landesmeistertitel sichern.
Ergebnisse und Infos vom Lauf:
www.pentek-timing.at
www.schilcherlauf.at
Foto: (c) Schilcherlauf

Nach meiner erfolgreichen Titelverteidigung beim Chartiy Night Run in Großpetersdorf aus der Vorwoche versuchte ich auch in Wr.Neustadt meine Siegesserie beim Firmenlauf (4 Gesamtsiege bis jetzt) fortzusetzen. In diesem Jahr fanden sich über 2.700 Laufbegeisterte in Wr.Neustadt welche wiedermal für eine tolle Kulisse sorgten.
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Trotz der starken Konkurrenz versuchte ich nicht viel zu taktieren sondern von Beginn an Druck zu machen. Mein Ziel war es die Kilometer knapp unter 3:00' zu laufen was mir aber nach einem ziemlich stressigen Arbeitstag und der hohen Temperaturen nicht leicht viel. Bereits nach 2 Kilometer - die wir in ~6:00' passierten - spürte ich dass ich ziemlich schwere Beine hatte. Das Tempo konnt ich eigentlich nur mit Mühe halten und auch meine Konkurrenten der Einzelwertung - Markus Sostaric und Thomas Daniel - ließen sich nicht bzw. nur sehr schwer abschütteln.
Es wurde immer härter und Thomas Daniel - der Moderne Fünfkämpfer (Olympia Sechster von London) - präsentierte sich in Topform. Bei Kilometer 4 vermochte er sich mit einer Tempoverschärfung sogar kurz abzusetzen. Ehe ich auf den letzten Metern nochmals zusetzen konnte und ich mir in einer Endzeit von 13:35', 3 Sekunden vor Thomas, den 5. Sieg in der Einzelwertung sicherte. Den Streckenrekord von Brian Godsey (USA) verfehlte ich um - sage und schreibe - 1 Sekunde!! 
Auf Platz 3 folgte Markus Sostaric in 13:59'. In der Mannschaft konnte ich mit Wolfgang Pucher und Markus Sostaric für das Team "Tanzschule Weninger" einen überlegen Gesamtsieg einfahren.

Ergebnisse: www.pentek-timing.at Foto: (c)Diane Bauer

Meinen ersten richtigen Test im Hinblick auf den Graz Marathon sollte es beim 36. Int.lopeinersselauf über die 10,4km (2 Seerunden 'a 5,2km) geben. Trotz müder Beine und hügeliger Strecke entlang dem Südufer war mein Ziel einen Kilometerschnitt von knapp unter 3:20/km zu laufen.
Zu beginn des Rennens - vor allem in der ersten Runde - musste ich mich ziemlich quälen um mit den müden Füßen einen guten Rythmus zu finden. Erst nach ~7km hatte ich ein gutes Laufgefühl und ich versuchte, erstmals beim hügeligen Abschnitt,die Führung zu übernehmen. Doch Markus Sostaric (LTV Bawag Psk Köflach) hielt gut dagegen und forcierte mehrmals.
Bei Kilometer 8 erhöhte ich dann das Tempo deutlich und wir liefen, nach dem selektiven Abschnitt, einen Kilometer knapp unter 3:00/km. Ich blieb auch am letzten Kilometer am Tempo und konnte mich schließlich von Markus absetzen und mit einer Zeit von 33:29' Minuten einen neuen Streckenrekord und den Gesamtsieg erlaufen,
Das war, trotz des unsicheren Gefühls vor dem Rennen, sehr gut! Einen großen Anteil an der guten Zeit hat natürlich aus Markus Sostaric der den großteil des Rennens mit der Tempoarbeit beschäftigt war.
Ergebnisse:
www.pentek-timing.at
Jetzt heißt es noch eine gute Trainingswoche zu absolvieren bevor es ans erholen geht um beim Stainzer Halbmarathon am 31. August ausgeruht und frisch am Start zu stehen.

Zusammen mit dem traditionellen Straßenfest wird seit nunmehr vier Jahren der "Charity Night Run" über eine Distanz von 10 km in Großpetersdorf veranstaltet. Mit dem "Night Run light" (4 km) sowie dem "NightRun classic" (10 km) mausert sich diese Laufveranstaltung langsam aber sicher zu einem richtigen Geheimtipp im Burgenland heraus.
Auf der attraktiven und vor allem selektiven Wendestrecke mitten im Ortszentrum ist für jeden Läufertyp etwas passendes dabei. Auch die grandiose Stimmung und vorallem die zahlreichen Zuseher am Hauptplatz von Großpetersdorf sind einzigartig und eine Motivation fūr jede Lāuferin bzw. jeden Lāufer. In diesem Jahr konnte man die letzten Jahre noch weiter übertreffen und Großpetersdorf erzielte außerdem einen neuen Teilnehmerrekord.
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Der "Charity Night Run" ist auch für mich persönlich jedes Jahr wieder ein Fixpunkt im Laufkalender. Nachdem ich das Rennen bereits 3-mal gewinnen konnte wollte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen - eventuell - ein viertes mal zu gewinnen.
Obwohl - ein enger Konkurrent - der Vorjahres zweite (Manuel Wyss) kurzfristig absagen musste waren gute Läufer aus dem In- und Ausland am Start. Vor allem mit Zsolt Zsoder (Ungarn) war ein Mann im Rennen gegen den ich auch schon mal das nachsehen hatte!
Trotz allem, ich fühlte mich ganz gut und wollte einen zügigen Tempolauf im Bereich von 3:15/km absolvieren was angesichts der doch recht hohen Temperaturen nicht ganz einfach war.
Nach der ersten von insgesamt 5 Runden hatte ich mit Christian Kressnik (Lg St.Paul) einen Verfolger im Windschatten. Doch bereits nach wenigen Metern der 2.Runde konnte ich mich auch vom Kärntner absetzen.
In einem zügigen und kontrolliertem Rennen baute ich den Vorsprung bis ins Ziel weiter aus und siegte schließlich mit einer Endzeit von 33:41' Minuten. Platz 2 sicherte sich Christian Kressnik aus Kärnten vor Zsolt Zsoder aus Ungarn.

Zu meiner Freude war auch meine Tochter Anna im Knirpsenbewerb mit dabei

Ergebnisse: www.pentek-timing.at



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